„Aktiv für Palliativ“ übergibt Tischharfe an Musiktherapeutin

Ablenkung und Entspannung für Palliativpatienten: Irene Nebel (links) und Beate Prange (rechts) von der Initiative „Aktiv für Palliativ“ übergaben jetzt eine Tischharfe an Ilse von der Beck (Mitte), die als Musikgeragogin auf der Station im Einsatz ist. Über das wohltönende Saiteninstrument freuen sich auch die Schmerzmedizinerin Dr. Katja Vogelsang (2.v.l) und Stationsleiterin Christine Heydecke (2.v.r.). Foto: EvK Herne

Palliativstation im EvK Herne: Initiative „Aktiv für Palliativ“ stattet Musikpädagogin mit Tischharfe aus – Sanfte Wohlklänge besänftigen PatientInnen bei innerer Unruhe

Herne, im August 2021. „Dieses Instrument kann wirklich jede und jeder spielen“, versichert Ilse von der Beck. Gemeinsam mit Irene Nebel und Beate Prange von der Initiative „Aktiv für Palliativ“ stellte die Musikgeragogin eine Tischharfe vor, die ab sofort Patient*innen, Angehörigen und Mitarbeitenden der Palliativstation am Evangelischen Krankenhaus Herne zur Verfügung steht. Ilse von der Beck, die darüber hinaus auch examinierte Krankenschwester ist, hat bereits seit vielen Jahren in der Hospizarbeit positive Erfahrungen mit dem wohltönenden Instrument gesammelt.

Foto: EvK Herne

Die Klänge der kleinen Harfe üben eine besänftigende Wirkung auf Patient*innen aus, die unter extremer innerer Unruhe leiden. Sie erzeugen eine fröhlich-beschwingte Stimmung oder geben der Trauer und dem Schmerz einen musikalischen Raum. Da für das Harfenspiel noch nicht einmal Notenkenntnisse vorhanden sein müssen, hat jeder Laie schnell ein musikalisches Erfolgserlebnis. „Ich habe schon viele Patientinnen und Patienten kennengelernt, die sich sehnlich gewünscht haben, einmal in ihrem Leben ein Musikinstrument spielen zu können und die überglücklich waren, als ihnen das mit der kleinen Harfe gelang“, berichtet die Musikgeragogin.

Foto: EvK Herne

Die Tischharfe, die nun auf der Palliativstation für das freie Musizieren zur Verfügung steht, wurde finanziert durch die Initiative „Aktiv für Palliativ“. „Corona hat dazu geführt, dass wir viele Aktivitäten, die wir in der Vergangenheit auf der Station durchgeführt haben, nicht umsetzen konnten. Deshalb wollten wir den Patientinnen und Patienten mit dieser Möglichkeit, Ablenkung und Entspannung zu finden, eine Freude bereiten“, sagt Irene Nebel.